Kopfbaumschnitt in Landschafts- und Naturschutzgebieten Winter 2009/2010
Kopfweiden und Kopfeschen gehören als markante Elemente unverwechselbar zur Kulturlandschaft Niederrhein!
Schon im 13. Jahrhundert wurden die Weiden auf Kopfhöhe gekappt, um eine bequeme Arbeitshöhe zum Ernten der neuen Triebe zu erhalten.
Aus dem biegsamen Holz wurden z. B. Körbe geflochten oder die Triebe an Vieh verfüttert. Heute sind die alten knorrigen Bäume vor allem ein wichtiger Lebensraum für Vögel, Kleinsäuger und Insekten.
Damit die Bäume der Natur erhalten bleiben und si nicht unter der Last der großen Kronen auseinander brechen, müssen diese alle vier bis sechs Jahre erneut gekappt werden. Die Arbeit ist heut längst nicht mehr so mühsam wie früher.
Im Winterhalbjahr 2009/2010 wurden insgesamt 582 Bäume auf folgenden städtischen Flächen Kopfbäume geschnitten:
262 Bäume im Naturschutzgebiet Rheinaue Friemersheim
265 Bäume im Landschaftsschutzgebiet Süd (Serm, Großenbaum und Mündelheim)
11 Bäume im Landschaftsschutzgebiet Mitte (Bereich Rehwiesen)
44 Bäume im Landschafts- und Naturschutzgebiet Binsheim


