Tausende stürmten Rathaus und Wikingerlager
Die festlichen Worte waren im Ratssaal gerade verklungen, da stürmten die Duisburgerinnen und Duisburger am Samstag das Rathaus - ihr Rathaus. Neugierig blickten sie ins Büro des Oberbürgermeisters oder ins Mercatorzimmer. Fast alle Führungen waren ausgebucht und immer wieder hörte man erstaunte Kommentare: "Das ist aber schön hier!" 1125 Jahre ist Duisburg offiziell geworden - ein guter Grund, gemeinsam zu feiern.

Thomas Hüttemann, Präsident der Niederrheinischen IHK (vorne), Bürgermeisterin Doris Janicki, die Bürgermeister Benno Lensdorf (links), Manfred Osenger (rechts) und Oberbürgermeister Adolf Sauerland trugen sich zum Jubiläum ins Goldene Buch ein.
Nach dem ökumenischen Gottesdienst in der Salvatorkirche begrüßte Oberbürgermeister Adolf Sauerland die rund 200 Festgäste aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft im Ratssaal. In seiner Rede betonte er, dass Duisburgs wechselvolle Geschichte geprägt war vom Handel und der kulturellen Vielfalt. Gerhard Mercator hat mit seinen Erdgloben und Seekarten die Stadt in der Geschichte verankert - doch die Wikinger machten sie durch ihren Überfall 883 erst aktenkundig. Oberbürgermeister Sauerland betonte zum Jubiläum den Reichtum Duisburgs, der gerade durch die kulturelle und wissenschaftliche Tradition vorangetrieben wurde. "Das ist ein Reichtum, der uns heute auch trägt."
Natürlich sei ihm bewusst, dass das heutige Duisburg keine reiche Stadt in Bezug auf Geld sei - leider sei es für die Bürgerinnen und Bürger auch spürbar. Dass man gemeinsam den Strukturwandel packen werde und für das neue Duisburg stehe, sei dabei selbstverständlich. Sauerland rief nicht nur die Gäste im Saal auf: "Weg mit der Schere in unseren Köpfen, die uns immer wieder neu diktiert, wir seien arm und irgendwie zweitklassig. Im Jahre 1125 seiner Geschichte ist Duisburg eine großartige Stadt, und es muss uns endlich gelingen, ihren Reichtum in Selbstbewusstsein umzumünzen." Die anschließende Festrede hielt Thomas Hüttemann, Präsident der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer.
Natürlich sei ihm bewusst, dass das heutige Duisburg keine reiche Stadt in Bezug auf Geld sei - leider sei es für die Bürgerinnen und Bürger auch spürbar. Dass man gemeinsam den Strukturwandel packen werde und für das neue Duisburg stehe, sei dabei selbstverständlich. Sauerland rief nicht nur die Gäste im Saal auf: "Weg mit der Schere in unseren Köpfen, die uns immer wieder neu diktiert, wir seien arm und irgendwie zweitklassig. Im Jahre 1125 seiner Geschichte ist Duisburg eine großartige Stadt, und es muss uns endlich gelingen, ihren Reichtum in Selbstbewusstsein umzumünzen." Die anschließende Festrede hielt Thomas Hüttemann, Präsident der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer.
Rathaus Duisburg - Stimmen und Impressionen
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Tage der offenen Tür
"Unsere Stadt feiert ihre Geschichte" - das war das Motto des Festwochendes. Dazu öffnete das Rathaus allen Bürgerinnen und Bürgern Büros und Besprechungsräume, die sonst nicht immer zugänglich sind. Allen voran das Büro von Oberbürgermeister Sauerland, in dem der Original-Schreibtisch von Karl Lehr (Oberbürgermeister von 1879 bis 1914) steht. Bewundert wurden die historischen Amtsketten im Mercatorzimmer, die Exponate aus den Partnerstädten in den Besprechungsräumen und die vielen, oft versteckten Schönheiten der Rathausarchitektur.
Im Franz-Haniel-Hof, dem überdachten Innenhof des Hauses, präsentierten sich Duisburgs Chör und schickten fröhliche Melodien durch die Flure. Am Sonntag hatten die Künstler des Jungen Ensembles der Rheinoper den Innenhof zum Klingen gebracht. Mit spitzer Zunge machten sich die Kabarettisten Ludger K., Kai Magnus Sting und Uli Masuth über Duisburg und seine Rolle in der Geschichte her - im Ratssaal, dort wo sonst die Politiker debattieren.
Im Franz-Haniel-Hof, dem überdachten Innenhof des Hauses, präsentierten sich Duisburgs Chör und schickten fröhliche Melodien durch die Flure. Am Sonntag hatten die Künstler des Jungen Ensembles der Rheinoper den Innenhof zum Klingen gebracht. Mit spitzer Zunge machten sich die Kabarettisten Ludger K., Kai Magnus Sting und Uli Masuth über Duisburg und seine Rolle in der Geschichte her - im Ratssaal, dort wo sonst die Politiker debattieren.
Wilde Kerle am Innenhafen

Achtung, die Wikinger kommen! Aber diesmal nur zum Spaß...
Ein paar Meter weiter, gleich neben dem Kultur- und Stadthistorischen Museum, ließen raubeinige Wikinger die Geschichte wieder aufleben. Als sie 883 mit ihren Schiffen den Rhein heraufkamen und Duisburg überfielen, war die Stadt eigentlich noch ein Dorf - aber wohl so interessant, dass die Nordmänner ein paar Jahre blieben.
Die Wikinger um den Met-Schenk Hialti zeigten den Duisburgern, wie das Leben vor 1125 Jahren wohl ausgesehen hat. Wilde Krieger, Feuer- und Schwertkämpfer, Handwerker und Musiker stellten die Kultur der Wikinger vor - und wer Lust hatte, konnte sogar mitmachen, die Klingen kreuzen oder über Feuer laufen. Und ab und an überfielen sie mal wieder das Duisburg der Neuzeit - zum Glück nur als Show-Einlage.
Die Wikinger um den Met-Schenk Hialti zeigten den Duisburgern, wie das Leben vor 1125 Jahren wohl ausgesehen hat. Wilde Krieger, Feuer- und Schwertkämpfer, Handwerker und Musiker stellten die Kultur der Wikinger vor - und wer Lust hatte, konnte sogar mitmachen, die Klingen kreuzen oder über Feuer laufen. Und ab und an überfielen sie mal wieder das Duisburg der Neuzeit - zum Glück nur als Show-Einlage.

